So 9.9.2018 von Kammer über Melk nach Waidhausen

Nach dem obligaten Klimt-Frühstück fährt diesmal Traude weiter. Wir wollen einen kurzen und unangekündigten Zwischenstopp bei Mama in Melk machen, aber sie ist nicht zuhause. Aus der Stadt hören wir Blasmusik und Nachbarn erzählen uns, dass heute Dirndltag ist und halb Melk ist am Stadtplatz.

Wir gehen also zum Stadtplatz um Mama zu suchen. Beim Ebner brauchen wir nicht zu schauen, da geht sie nie hin. Aber auch in den anderen Lokalen und bei der Musik am Stadtplatz finden wir sie nicht. Dafür finden wir beim Madar exzellente Marillenknödel mit Erdäpfel-Topfenteig:


Dann schauen wir zu Toni und Anna, aber auch dort ist niemand zuhause. Dann nochmal rauf zu Mama, wo Isso steht. Niemand da. Wir wollen schon weiterfahren, da kommt Mama mit dem Auto zurück. Sie war mit Frieda beim Ebner.


Wir plaudern eine Weile und machen ein paar Kalenderfotos mit Mama im Dirndl, dann fährt uns Traude nach Hause.

Sa 8.9.2018 von Schwaz in Tirol nach Kammer am Attersee

Nach dem Frühstück im Isso erledigt Traude noch einige Telefonate, dann entsorgen wir Isso und gehen nochmal in die Altstadt, wo wir in einem netten Lokal (gegenüber der Marien-Apotheke) mittagessen.




Wir schauen uns nochmal die Kirche und die Franz-Josef-Straße bei Sonnenschein an, dann gehen wir zurück zu Isso und fahren dann weiter nach Kammer am Attersee.


Beim abendlichen Aperol im Klimt versucht dann Traude nochmal ein E-Mail abzuschicken, was aber nicht gelingt.
{Nach längerer Recherche finde ich heraus, dass Drei bereits im Mai 2017 den Port 25 für den SMTP-Versand gesperrt hat. Stattdessen soll der Port 587 benutzt werden, über den nur mehr verschlüsselte Mails versendet werden können. Ich stelle Outlook um und nach längerer Synchronisation funktioniert nun der Versand von E-Mails über Handy-Hotspot und auch über das Klimt-WLAN. Wieder was dazugelernt.}
Gute Nacht!



Fr 7.9.2018 Schwaz in Tirol

Am Vormittag arbeitet Traude und ich mache einen ausgedehnten Regenspaziergang durch die Altstadt von Schwaz.


Am Nachmittag macht auch Traude Pause. Es regnet nicht mehr und wir gehen zunächst zur Bäckerei Ruetz auf einen Kaffee. Dann kann ich Traude die schönsten Plätze der Stadt zeigen, die ich ja schon am vormittag erkundet hatte.


Vor allem die Pfarrkirche Schwaz-Maria Himmelfahrt, eine 1460 erbaute vierschiffige Hallenkirche. Sie ist die größte Hallenkirche Tirols. Links saßen die Bürger, rechts durch eine Holzwand getrennt die Knappen.


Später wandern wir die 154 Höhenmeter hoch zur Burg Freundsberg.


Im Burgrestaurant "Gschlössl" bestellt Traude einen Marillenschnaps, weil ihr schlecht ist. Ich bestell mir auch einen und dazu noch Brot mit Wurst und Speck, damit mir auch schlecht wird :-)

Der Schnaps hilft aber.


Blick zurück zur Burg Freundsberg
Der Abstieg von der Burg führt uns entlang des Lahnbachs direkt ins SZentrum, wo wir beim MPreis noch einige Lebensmittel einkaufen.




Do 6.9.2018 von Sirmione nach Schwaz in Tirol

Wir bereiten Isso für die Weiterreise vor und fahren dann über die Brennerautobahn zurück nach Österreich. Erwähnenswert ist die Autobahnraststelle in Pfatten, wo wir sehr gut gegessen haben:


Ursprünglich hatten wir überlegt, bis zum Attersee zu fahren, doch wir entscheiden uns für einen Zwischenstopp in Schwaz in Tirol. Dort hat Traude auf der ACSI-Karte einen Stellplatz gefunden auf dem wir übernachten wollen.

Wohnmobilstellplatz am Königweg 10
Der Wohnmobilstellplatz ist ruhig und beitet einen schönen Ausblick ins Grüne, obwohl er nur 5 Minuten Fußweg zum Stadtzentrum liegt. Traude macht sich sofort an die Arbeit (hier gibt es sogar UPC WiFree!) während ich mich zufuß auf den Weg mache, um die Stadt zu erkunden.

Sofort fallen mir die Banner mit der Aufschrift "KLANGSPUREN" auf und ich finde heraus, dass genau heute abend das 25. Klangspuren Festival für neue Musik beginnt. Das Eröffnungskonzert mit dem Tiroler Symphonieorchester soll laut Programmfolder in einer Stunde im Silbersaal des SZentrums beginnen. Ich frage mich durch und schon nach kurzer Zeit stehe ich an der Kassa.


"Ja, es gibt noch Karten"

Ich rufe Traude an, erzähle ihr von meiner Entdeckung und sage ihr, dass ich jetzt komme und mich für das Konzert umziehen will. Sie entscheidet sich, mitzukommen und fünf Minuten vor Konzertbeginn kaufen wir noch zwei Karten.


Dank freier Platzwahl und sehr geschickter Strategie beim Anstellen sitzen wir in der vierten Reihe Mitte. Hinter uns sitzt Rebecca Saunders, Composer in Residence 2018. Zunächst gibt es Ansprachen ohne Ende (Bürgermeister, Kulturlandesrätin, Intendant, usw.), doch dann öffnet uns das Konzert die für uns ganz neue Welt der Neuen Musik. Wir waren sehr beeindruckt von dem Konzert und in der Pause wurde das Publikum auf eine Geburtstagstorte mit Sekt eingeladen.


Mi 5.9. Sirmione

Wir frühstücken im Freien und Traude kann dann in Ruhe arbeiten. Am Nachmittag machen wir einen Fahrradausflug auf die langgestreckte Halbinsel und besuchen die Altstadt von Sirmione, die sich als ganz besonders attraktiv und als richtiger Publikumsmagnet herausstellt.

Die Scaligerburg mit einem großen Hafenbecken und
einer Ringmauer schließt das Städtchen vom Festland ab




Nur über eine Zugbrücke gelangt man über die
 tiefen Wassergräben durch ein Portal in die Burg und in die Stadt

Der Hafen der Scaligerburg

Großzügige öffentliche Strände ...

... und Wege ...
... mit verschiedenen Attraktionen ..






... laden zu einem Rundgang um die Halbinsel ein.

Über einen ganz schmalen Weg zwischen Felsküste und See ...

... kommt man zu diesem Badestrand ...

und zur Jamaica Beach.

Die Atmosphäre erinnert tatsächlich an die Karibik
oder zumindest an einen Mittelmeerstrand.

Auf der anderen Seite der Halbinsel führt uns der Weg ...

... wieder zurück ...

... in die Altstadt.

In einem der vielen Eisgeschäfte ...

... schließen wir unseren Rundgang durch Sirmione ab.
Wir radeln wieder zurück und Traude geht noch kurz schwimmen, bevor sie sich nochmals in die Arbeit stürzt.







Di 4.9.2018 von Brescia nach Sirmione

Wir entscheiden uns für einen Standortwechsel und suchen auf der ACSI-Karte nach einem geeigneten Platz. Wichtig ist WLAN und ein Seeufer. Traude findet einen Stellplatz in Sirmione und wir machen uns auf den Weg dorthin.




Der Platz erweist sich als Volltreffer. Isso steht in der ersten Reihe unter großen Bäumen mit Blick auf den See. Hier kann Traude arbeiten (auch wenn das WLAN doch nicht so gut funktioniert)  und zwischendurch die Landschaft und den See genießen. Zum Sonnenuntergang spazieren wir den Strand entlang und landen in einem sehr schönen Strandlokal wo wir abendessen.

Mo 3.9.2018 Brescia

Eigentlich wollten wir im Restaurant Cascina Maggia frühstücken, aber das war - so wie auch am Vortag - geschlossen. Also Frühstück beim Isso.


Traude muss für ihr Projekt arbeiten, sie bleibt im Isso bzw. im Hof des Cascina Maggia, während ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg in die Stadt mache.



Mein Fahrziel ist die Piazza della Loggia, wo ich mein Fahrrad abstelle. Leider hab ich den Schlüssel für das Fahrradschloss "zuhause" vergessen, aber ich finde ein Fahrradgeschäft, wo ich das Rad bis 18 Uhr abstellen kann.

Ich kenne die Piazza della Loggia ja schon vom Van Morrison-Konzert 2015. Damals war der gesamte Platz voll mit Zuschauersesseln, jetzt aber stehen dort lebende Bäume in Töpfen auf temporär aufgelegten Rasenziegeln - ein ganz anderes Bild.

Ich esse Eis, trinke Kaffee und spaziere durch die Gassen und Plätze von Brescia. Ich kenn mich ja schon ein bisschen aus! Doch es macht mich nervös, dass ich das Rad bis 18 Uhr abholen muss, weil das Radgeschäft zusperrt und ich hab dann eigentlich gar nicht die Ruhe, weiterzuflanieren. Ich hole das Rad ab und kauf mir bei der Gelegenheit ein neues Radschloss. Jetzt kann ich mit dem Rad durch Brescia fahren und es jederzeit abstellen. Leider beginnt es heftig zu regnen und ich flüchte mich in ein Einkaufszentrum, wo ich Brot, Obst, Gemüse, aber auch Cantuccini, Weißwein, und Aperol Spritz kaufe.

Mit voller Radtaschen und einer Zusatztasche fahre ich bei strömendem Regen wieder zurück zur Cascina Maggia. Traude's Stimmung ist nicht besonders gut. Der Platz ist nicht besonders attraktiv als Arbeitsstelle; es regnet und ist kalt; das Restaurant hat geschlossen; das WIFI funktioniert nur im Hof; ... Eigentlich hätte sie lieber einen schöneren Arbeitsplatz, z.B. an einem Seeufer - Vielleicht wäre es überhaupt besser, zurück nach Wien zu fahren ...

Es hört dann auf zu regnen und wir machen noch einen Abendspaziergang mit Eisgeschäft.

So 2.9.2018 von Anfo nach Brescia

Es regnet. Wir stehen auf, bereiten Isso zur Weiterreise vor und checken noch vor dem Frühstück aus. Die Überraschung: Mit ACSI-Card zahlen wir pro Tag nur EUR 20.- statt der erwarteten EUR 38.-.

Wir fahren mit Isso zur Pizzeria Boa, wo wir Ibrahims und Rais' Bilder sowie den Koffer von Dalia in Isso verladen. Dann frühstücken wir Bruscetta mit Tee und natürlich den obligaten Caffe doppio.

Alle Künstler versammeln sich nun, weil hier um 13 Uhr die Abschiedsfeier des Festivals stattfinden wird. Und so haben wir nochmal Gelegenheit, mit Ibrahim, Dalia, Rais, Ahmad, Antonella, Francesca, Angela, Enzo, Sahf und allen unseren Künstlerfreunden zu sprechen, die wir in den letzten Tagen kennengelernt haben.

Ibrahim mit dem ungarischen
Land-Art-Künstler und Dudelsackpfeifer


Sahf Abdulrahman
Traude und Francesca
In einem großen Kessel wird eine Spezialität der Region zubereitet: Polenta mit viel Käse und viel Butter.

Die zerlassene Butter wird in den Polentakessel geleert

Inzwischen darf jeder der Anwesenden noch ein kleines Bild malen - die Puzzleteile sollen dann zu einem großen Bild zusammengesetzt werden.

Dalia malt

Aus den vielen kleinen Bildern soll dann ein großes Bild entstehen
Wir kosten noch von der sehr guten aber auch sehr üppigen Polenta und machen uns dann auf den Weg nach Brescia. In einem Pennymarkt kaufen wir noch ein und bald kommen wir in der Cascina Maggia - unserem Stellplatz in Brescia an (2015 waren wir schon einmal hier). Wir trinken Kaffee, essen Erdäpfel mit Butter und setzen uns dann mit Laptop, Tablet, Schreibblock, Vino Santo und Cantuccini an einen Tisch im Hof der Cascina Maggia - dort sind weniger Gelsen und der Wifi-Empfang ist besser als draußen am Stellplatz.

Traude bereitet sich auf ihr erstes Marktforschungsprojekt im Rahmen ihrer Kooperation mit ViennaINsight vor und ich sortiere die vielen Fotos und schreibe Isso-Blog.


Sa 1.9.2018 Kunstfestival in Anfo

Noch vor dem Frühstück gehen wir zum Gemeindeamt, wo um 10 Uhr ein Film über das Avantgarde-Festival von 1968 gezeigt wird. Auch der damalige Bürgermeister ist anwesend. Von ihm wird erzählt, dass er sich damals von einem zweideutigen Kunstobjekt provozieren hat lassen. Heute erzählt er lachend davon - leider haben wir die Erzählungen nur zum Teil verstanden :-(


Nach dem Film spazieren wir noch durch Anfo, eigentlich wollen wir frühstücken, aber in der Bar gibts nur Kaffee und wir müssen auch noch das letzte Schoko-Brioche teilen. Doch in Anfo gibts noch ein zweites Cafe, wir sitzen auf der Terrasse und bekommen Tee und einen großen Toast.

Der Rückweg führt uns durch sehr ursprüngliche Gassen, man hat das Gefühl, hier ist die Zeit stehen geblieben.











Nach einem Blick in die Kirche bewundern wir noch die Kunstwerke entlang der Seepromenade.








Im großen Zelt bei der Pizzeria Boa geht das Festival weiter. Überall wird gemalt und auch eine Bodypainterin ist am Werk.












Eine ganze Weile bewundern wir Sahf Abdulrahman bei seiner sehr meditativen Aquarellmalerei. Sein Bild ("in meinem Leben gibt es drei wichtige Frauen" - mehr wollte er dazu nicht sagen) hat es uns angetan und wir kaufen es schließlich.