Do 16.6.2022 Wörthersee - Kindberg - Waidhausen
Mi 15.6.2022 Letzter Tag am Strand in Punta Sabbione mit Vito und Heimfahrt bis zum Wörthersee
Heute Abend treten wir die 1. Etappe der Heimreise an und wollen noch bis zum Wörthersee fahren. Den Tag verbringen wir nochmals am menschenleeren Strand beim Leuchtturm in Punta Sabbione. Das Meer ist wieder ruhiger und durch den fehlenden Wind spürt es sich heißer an als gestern.
Nach einer Abkühlung im Wasser liegen wir ganz entspannt unter dem Schirm, als plötzlich aus 20 oder 30 Meter Entfernung der Hund unserer Strandnachbarn schnurstracks auf mich zugalloppiert. Er hat keinen Beißkorb und ich kann im ersten Moment nicht einschätzen, was er vorhat und gerate kurz in Panik. Viel Zeit habe ich allerdings nicht dafür, denn in einem Satz springt er auf mein Handtuch, legt sich drauf wie ein Bettvorleger und kuschelt sich zu mir - ein großes Wollknäuel Liebe auf vier Pfoten.
Wie wir aus dem Geschrei seiner italienischen Familie mitkriegen, die zu viert hinter ihm herläuft, heißt er Vito und er ist sichtlich noch recht jung. Sein Frauchen ist fuchsteufelswild und zerrt ihn an seinem Halsband hoch, er buchst nochmals aus, läuft auf die andere Seite unserer Strandmatte und legt sich jetzt hinter Walter. Vielleicht hat er nur Schatten gesucht, jetzt vermutlich auch Schutz vor der Strafpredigt. Ich streichle ein paarmal über seinen Kopf, sollte ich natürlich nicht, aber ich kann einfach nicht anders...
Walter und ich müssen lauthals lachen, das macht Vito's Frauchen vermutlich noch wütender. Sie packt ihn, schleift ihn über den Strand und verpasst ihm eine Abreibung. Schon klar, der kleine Kerl muss lernen, dass er sowas nicht tun darf. Aber er hat mit seiner Kuschelattacke in Sekunden mein Herz erobert und wenn ich an ihn denke bin ich noch immer verliebt...
Di 14.6.2022 Wellen zum Verlieben und Venedig mit Vero
Mo 13.6.2022 Biennale di Venezia Teil2 Gardini - ein Versuch
So 12.6.2022 Zu Hause und ein Abend am Strand
Sa 11.6.2022 Mit dem Fahrrad durch die Lagune von Cavallino-Treporti
Schon bei der Anreise sind uns einige neue Radewege aufgefallen, teilweise direkt entlang der Kanäle. Heute wollen wir die Gegend per Pedes erkunden, besonders ein sehr ursprüngliches Gebiet von Treporti nach Lio Piccolo und Mesole.
Nach Treporti führt unser Weg vorbei an Gemüsefeldern und Gewächshäusern. Immer wieder sehen wir Artischocken oder es riecht nach Paprikapflanzen.
Allmählich gesellen sich auch Gerüche von abgestandenem Brackwasser dazu, das in allen Farben schimmert. Ein weitverzweigtes Netz von Kanälen zwischen Salzwiesen liegt vor uns und durchzieht die Lagun: Ein Paradies für Seevögel, die die Geräuschkulisse für unsere heutigen Radaufflug bilden. Neben verschiedenen Möwen- und Entenarten sehen wir Fischreiher, Kormorane und Silberreiher.
Besonders auffallend sind die Stelzenläufer, die mit ihren langen roten Beinen in den seichten Gewässern herumspazieren und nach Nahrung suchen.
Die kleinen Straßen enden meist bei einem kleinen Gehöft eines Bauern oder Fischers, der Rest der Lagune gehört dann nur noch den Vögeln.
Viele Badegäste packen um diese Uhrzeit schon wieder zusammen und so gehört uns der Strand heute Abend fast alleine.
Fr 10.6.2022 Biennale di Venezia - Teil 1 im Arsenale
Schon auf dem Weg dorthin entdecken wir eine spannende Skulptur, die die Frage der Vergänglichkeit aufwirft. Was bleibt übrig von unserer Reise durch dieses Leben. Ein Koffer - voller Erinnerungen?
Vor dem Zeitalter der Industrialisierung galt es als größte Arbeitsstätte Europas. Diese Hallen sind für sich schon ein architektonischer Leckerbissen. Gemeinsam mit den dort unglaublich toll in Szene gesetzen Kunstwerken fallen wir in dieses Ausstellungserlebnis richtig gehend hinein.
Nach einer Kaffeepause auf dem Freigelände und dem Spiel mit Spiegelungen marschieren wir Richtung Ausgang, selbst im Park schon außerhalb des Arsenale sind noch einige der Skulpturen mitten in der Natur präsentiert.

