An der Schiffsstation Punta Sabbione steht eine lange Menschenschlange und wir müssen 1/2 Stunde warten und das nächste Schiff nehmen, um nach Venedig zu kommen, sind sichtlich alles keine Frühaufsteher! Für unser heutiges Ziel haben wir trotzdem Glück, denn die Linie 12 bringt uns nach Zaccharia, quasi um's Eck vom Arsenale, wo wir uns den 1. Teil der Kunstausstellung ansehen wollen.
Schon auf dem Weg dorthin entdecken wir eine spannende Skulptur, die die Frage der Vergänglichkeit aufwirft. Was bleibt übrig von unserer Reise durch dieses Leben. Ein Koffer - voller Erinnerungen?
Die Biennale steht heuer unter dem Motto "The Milk of Dreams" nach einem Kinderbuch von Leonora Carrington, in dem die surrealistische Künstlerin eine magische Welt beschreibt, in der das Leben durch die Fantasie immer wieder neu erfunden wird. Eine Welt, in der sich jede/r verändern, verwandeln, etwas oder jemand anderes werden kann.
Vor dem Zeitalter der Industrialisierung galt es als größte Arbeitsstätte Europas. Diese Hallen sind für sich schon ein architektonischer Leckerbissen. Gemeinsam mit den dort unglaublich toll in Szene gesetzen Kunstwerken fallen wir in dieses Ausstellungserlebnis richtig gehend hinein.
Nach einer Kaffeepause auf dem Freigelände und dem Spiel mit Spiegelungen marschieren wir Richtung Ausgang, selbst im Park schon außerhalb des Arsenale sind noch einige der Skulpturen mitten in der Natur präsentiert.
Auf dem Rückweg zum Vaporetto kommen wir genau durch unsere Lieblingsgasse. Walter kauft in einer kleinen Werkzeughandlung einen Bohrer für den Ventilator vom Kühlschrank. Beim anschließenden Aperol in einer kleinen Bar nehme ich wieder nur Zitrone-Spritz, irgendwie hat es aus-Aperolt bei mir.
Gegessen haben wir eigentlich nix Gscheites seit dem Frühstück und so gibt es am Abend noch Erdäpfel mit Butter im Kerzenschein und Cantuccini mit Sommerspritz.

