Nach dem Frühstück im Isso spaziere ich wieder über den Ortskai zur Stadt. Diesmal will ich den Stadtplatz erkunden, der sich im Ortsteil zwischen den beiden Flüssen Steyr und Enns befindet:
Hier trinke ich Kaffee, besorge am Markt Obst und Gemüse ...
... und beim gut getarnten Billa (siehe gelbes Haus unten) ein paar Mitbringsel für meinen Besuch bei Familie Gatringer.
In diesem Haus (oben) wohnte 1818 Franz Schubert und schrieb den unten stehenden Brief an seinen Bruder:
Zur Jausenzeit besuche ich dann Familie Gatringer. Sie wohnen in einem Haus direkt an der Enns mit einer riesengroßen Terrasse und Blick auf die Wasserfälle beim Zusammenfluss von Enns und Steyr.
Ich werde sehr herzlich empfangen und wir haben viel Gesprächsstoff. Kurt ist gebürtiger Steyrer, er hat sehr früh alle Kontakte abgebrochen und ist nach Kanada ausgewandert. Dort hat er bei Siemens gearbeitet und es bis zum Direktor von Siemens Kanada geschafft. Auf einer seiner Dienstreisen nach Quebec hat er Anne-Marie kennengelernt. Später haben die beiden eine eigene Firma gegründet, die mit Telefonleitungen gehandelt hat und recht erfolgreich war. Sie haben die Firma später verkauft und sind nach einer Auszeit und Weltreise schließlich in Steyr gelandet, wo sie seit 15 Jahren wohnen.
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Am Abend fahre ich dann nach Ansfelden, um die Vernissage zur Ausstellung "Kunst am Heuboden" zu besuchen:
Mich fasziniert der Raum und auch die Auswahl der ausgestellten Objekte und Bilder. Ich lerne einige der ausstellenden Künstler kennen ...
... darunter auch Hermann Holzner (im Bild oben mit Sonnenbrille) - den Gründer und Leiter des Vereins TraunArt ...
... und Alois Rogl, dem dieser Heuboden gehört. Nach seiner Karriere in der Versicherungsbranche ist er jetzt in Pension und selbst als Künstler tätig. Er hat u.a. dieses Herz aus Brekzie Kalkstein vom Ois-Bach in Lunz am See geschaffen.
Das Herz hat mir sofort gefallen. Ich will es kaufen, aber es muss ja noch bis zum Ende der Ausstellung da bleiben. Alois nimmt mich in sein Haus mit und zeigt mir ein paar andere Herzen, von denen mich aber keines so anspricht wie dieses.
Also kaufe ich das Herz aus der Ois und Alois will es mir im August nach Wien bringen und dabei auch mein Atelier sehen. Er schenkt mir ein Buch mit seiner Lebensgeschichte und ich freue mich schon darauf, ihn in Wien wiederzusehen.
Bei Hermann Holzner erkundige ich mich über den Verein TraunArt, den ich ja schon seit langem aus facebook kenne und der immer wieder interessante Ausstellungen veranstaltet. Hermann lädt mich ein, ihn in seinem Atelier für ein ausführlicheres Gespräch zu besuchen.




















