An Vormittag steht Isso voll in der Sonne und wir bemühen uns, mit Markise und daran befestigten Handtüchern einen Schattenplatz zu improvisieren. Die Hitze macht uns träge und nur Traude kann sich am Nachmittag zu einem Fahrradausflug aufraffen.
| Traudes Fahrradausflug über Saalfelden zum Biberg |
Ich bleibe am Campingplatz und mache einen Nachmittagsschlaf im Freien. Trotz schattenspendender Markise ist es unerträglich heiß und ich freue mich schon auf den Abend.
Gegen 18 Uhr ist es so weit und wir radeln gemeinsam nach Saalfelden. Wir hatten zum Glück noch Karten für den Eröffnungsabend des 32. internationalen Jazzfestivals bekommen, das auf der Main Stage im Congress stattfindet. Bereits im Freien vor dem Congress spielt nochmal die Kar Ces Brass Band, die wir schon von gestern kennen.
| Vor dem Congress Saalfelden: Die Kar Ces Brass Band |
| Kar Ces Brass Band |
Im Saal gibts zunächst die Eröffnungsreden, dann das erste Konzert mit dem Max Nagl "Eight in One - Saalfelden Octett". Jeder Musiker des Max Nagl Quartetts "Big Four" nominierte für diesen Event einen Gastmusiker, darunter auch Otto Lechner - der einzige Musiker, den wir schon gekannt hatten.
| Max Nagl "Eight in One Saalfelden Octett" |
| Nils Wogram - trombone, Brad Jones - bass, Max Nagl - saxophone |
| "Blind im Dienste der Musik": Otto Lechner - accordion |
Das zweite Konzert war für mich der Höhepunkt des Festivals: Das Matthew Shipp Trio. Der Pianist Matthew Shipp hat einen sehr eigenwilligen, unverkennbaren Stil entwickelt und ist ein Meister der Improvisation. Ich habe dieses Konzert so intensiv erlebt wie kaum ein anderes zuvor - nicht einmal Keith Jarrett im Fenice kann da mithalten.
| Matthew Shipp - piano |
Obwohl an diesem Abend noch zwei weitere Konzerte folgten, hatten wir beide schon genug und waren - im positiven Sinn - gesättigt. Aber nur, was die Musik betrifft, denn am Heimweg entdeckten wir im Rathauscafe noch ein kulinarisches Schmankerl: "Schlotfeger" - das sind mit frischem Schlagobers gefüllte Teigrollen mit einer dünnen Hülle aus Schokolade und karamelisierten Mandeln. Lecker!
Völlig unerwartet finden wir auf einem der Standeln vor dem Congresshaus eine sehr schöne Djembe mit weichem, aber sattem Klang, noch dazu ein Schnäppchen - die will einfach mit.
Auch an diesem Abend liegen wir noch eine Weile im Freien auf unseren Campingliegen und genießen die kühle Abendluft, die Dunkelheit, die Stille und vor allem den Sternenhimmel, der so klar und intensiv wie selten zu sehen war.
Völlig unerwartet finden wir auf einem der Standeln vor dem Congresshaus eine sehr schöne Djembe mit weichem, aber sattem Klang, noch dazu ein Schnäppchen - die will einfach mit.
Auch an diesem Abend liegen wir noch eine Weile im Freien auf unseren Campingliegen und genießen die kühle Abendluft, die Dunkelheit, die Stille und vor allem den Sternenhimmel, der so klar und intensiv wie selten zu sehen war.