Am frühen Morgen weckt mich ein Sturm und ich muss rasch die Markise einrollen und die Fenster sichern. Eine Wetterfront zieht durch und bringt endlich die erhoffte Abkühlung.
Es bleibt den ganzen Vormittag trüb und regnerisch und heute hat Traude keine Lust, das Haus zu verlassen. Mich zieht es trotz des unfreundlichen Wetters wieder in die Stadt. In regenfester Kleidung radle ich nach Saalfelden. Die City Stage, ein großes Zelt am Rathausplatz, ist trotz des unwirtlichen Wetters voll und die Stimmung ist wieder ganz toll bei den beiden Vormittagskonzerten:
| Lorenz Raab's "Bull Horns" |
| Renato Borghetti Quartett |
| schon munter? |
Am Abend lichten sich die Wolken und die Sonne kommt wieder hervor. Um 19 Uhr beschließen wir, die Fahrräder zu satteln und nach Saalfelden zu radeln. Als wir die Issotür öffnen, merken wir, dass die Temperatur dramatisch gesunken ist. Innerhalb von weniger als 24 Stunden gab es einen Temperatursturz von 35° auf 6° bis 8° - fast 30 Grad!
Wir sehen uns um und staunen - die umliegenden Berge sind mit Schnee angezuckert.
Wir ziehen 6 oder 7 Schichten übereinander an und müssen an diesem Abend trotzdem frieren:
Beim Abendessen im Festivalzelt können wir uns nur ungenügend aufwärmen. Bei einem Standel sehen wir uns Winterpullover und Hauben an, die wir am Vortag bei der Hitze noch belächelt haben. Ich kauf mir eine gestrickte Mütze, die ich am Heimweg mit dem Fahrrad dringend brauche. Leider gab es keine Handschuhe :-(