Fr 27.9.2013 Von Dol-de-Bretagne zur Maison des Fées

Ein ruhig gelegener öffentlicher Parkplatz ist auch der "offizielle Wohnmobil-Stellplatz" von Dol de Bretagne, unser Schlafplatz für die letzte Nacht. Wir wollen uns eigentlich mehr die Umgebung der Stadt anschauen, wie den Forêt du Mesnil mit dem Maison des Fées.


Für einen kleine Stadtrunde nehmen wir uns aber doch Zeit vor der Weiterfahrt, eine gute Entscheidung: kopfsteingepflasterte Straßen und fachwerkgeschmückte Häuser zieren die historische Altstadt und in einer alten Markthalle wird verschiedenen Künstlern ein Platz geboten zum Arbeiten. Sehr fantasievolle Bilder und Skulpturen werden dargeboten - vielleicht sind sie heute hier versammelt, die Feen und Trolle der Bretagne ... Wir schauen den Künstlern ein wenig bei der Arbeit zu und unterhalten uns mit einer britischen Malerin, die hier in der Gegend wohnt.





Auch die streng gotische Kathedrale, dem Hl. Sampson geweiht, ist einen Besuch wert. Das extreme Ungleichgewicht der beiden Türme widerspricht der Symmetrie im Inneren, verleiht dem Bauwerk gleichzeitig etwas Spezielles ...

Cathédrale St-Sampson

Das Hauptschiff ist 100 m lang und 20 m hoch




Erzengel Michael ist schon überall gegenwärtig - wir sind nicht mehr weit vom Mont St. Michel
Die Stadtrunde hat dann doch länger gedauert als gedacht und so kommen wir erst am Nachmittag zum Menhir du Cham-Dolent, mit 9 m Höhe und fast 9 m Umfang ist er der größte Menhir der Bretagne. Auf den ersten Blick wirkt er etwas seltsam so zwischen den Maisfeldern. Stellt man sich aber direkt daneben, am besten noch in seinen Schatten, dann verrät er etwas von seinem Geheimnis. 






Wir haben noch Birnentarte von gestern und essen beim Menhir-Bankerl eine Kaffee-Jause. Die letzte Station für heute ist der Forêt du Mesnil, ein wirklich zauberhafter Wald. Dort liegt auch das Maison des Fées, ein Großsteingrab, das an den Kult der Muttergöttin erinnert.




Ich brauche nach diesen Kraftorten sichtlich eine Pause und lege mich in die Sonne auf ein weites Stoppelfeld gleich neben unserem Parkplatz während Walter ein Bild malt. Wir beschließen, die Nacht auf dem Wanderparkplatz zu verbringen und fahren erst morgen weiter Richtung Mont St. Michel.