So 29.9.2013 Mit dem Fahrrad zum Mont-Saint-Michel

In der Früh schaut die Sache allerdings wieder ganz anders aus und unser portogisischer Nachbar sucht scheinbar schon im Morgengrauen das Weite. Innerhalb kurzer Zeit entsteht um uns herum ein Gedrängel, Autos parken so weit das Auge reicht und sogar ein paar Autobusse lassen ihre Fahrgäste fast vor unserer Haustür aussteigen.


Wenig später marschieren erste Gruppen mit Rucksäcken hinaus ins Watt Richtung Mont St. Michel, wir stehen hier sichtlich an einem wichtigen Treffpunkt für alles :-) und wir erleben die Franzosen wieder einmal als absolute "Herdentiere", sehr offen und gesellig und immer gerne in der Gruppe unterwegs.




Wir fahren die Bucht von Mont St. Michel zurück bis zu einem Campingplatz. Dort tauschen wir ISSO gegen die Fahrräder und radeln die gut 10 km bis zum Eingang des Klosterberges. 

Einst war während der Flut der Zugang völlig unter Wasser, mittlerweile droht durch einen Damm und Unmengen von angeschwemmten Sand die ganze Bucht zu verlanden. Mit einem riesigen Bauprojekt versucht man dagegen zu wirken und den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen.


Wir marschieren direkt hinauf zum Kloster und nehmen uns für die Besichtigung einen Audioguide. Von der Terrasse der ehemaligen Klosterkirche sehen wir eine Gruppe der Watt-Wanderer von heute morgen - im Vergleich zu uns, haben die einen ziemlichen "Abschneider" genommen.




Am meisten beeindruckt sind wir dann vom Klostergarten im Zentrum des Kreuzganges. Wir befinden uns eigentlich auf einem Felsen mitten im Meer, einen Garten würde man hier nicht erwarten.

Kreuzgang mit Klostergarten
Das Refektorium, wo die Mönche ihre Mahlzeiten eingenommen hatten besticht durch seine Schlichtheit, ein sehr schöner Raum! 

ehemaliges Refektorium der Benediktiner Mönche
 Die ganze Klosteranlage ist total verwinkelt ... noch eine Krypta und noch eine Säulenhalle - hat fast etwas von einem Labyrinth.










Auf dem Rückweg zu den unteren Gassen der Klosterstadt finden wir viele Restaurants, die jetzt - knapp vor 18:00 - noch gar nichts zu essen anbieten, andere kleine Imbisse sperren gerade zu. Was das Essen betrifft, so machen es uns die Franzosen wirklich nicht leicht :-) Wir bekommen gerade noch eine Crêpe und sind bereits auf dem Rückweg zum Campingplatz während man hier beginnt 5-Gänge-Menüs zu servieren ...